Eindrücke vom Wahl-Besuch in Weißenburg

 

(Weißenburg 28.8.2003)

 

 

Solarkonverter, die das Wasser durch Sonnenenergie erwärmen

Hans-Josef Fell und Renate Peiffer im Gespräch mit dem Leiter der Stadtwerke Weißenburg

Blick auf die Rutsche und das Nichtschwimmerbecken im Limesbad

Grüne im Gespräch in Weißenburg - von links nach rechts:

Birgit Raab (Bezirksrätin und Bezirkstagskandidatin), Hans-Josef Fell (MdB) und Renate Peiffer (Landtagskandidatin)

 

Artikel im "Weißenburger Tagblatt" am Freitag, 29. August 2003:

Mit dem Solarmobil auf Stimmenfang

 

Auffällige Wahlwerbung hat Bündnis 90/DIE GRÜNEN gestern Mittag in der Weißenburger Innenstadt betrieben. Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Josef Fell, der maßgeblich für das Gesetz der erneuerbaren Energien der rot-grünen Bundesregierung verantwortlich zeichnet, hat auf seiner momentan laufenden Tour durch Nordbayern mit seinem Solarmobil in der Großen Kreisstadt Station gemacht.

Das Fahrzeug erregte Aufmerksamkeit. Etliche Passanten blieben stehen und musterten eingehend das merkwürdige Gefährt, in dem man mehr liegt als sitzt. Fell nutzte diese Gelegenheit, um die Menschen in ein Gespräch über erneuerbare Energien zu verwickeln.

Das Twilke ist ein Zweisitzer, der auf 100 Kilometer umgerechnet auf einen normalen PKW etwa 0,5 Liter Benzin verbraucht. Anders ausgedrückt: Bei 10.000 pro Jahr gefahrenen Kilometern braucht das Gefährt so viel Energie, wie ein normaler Kühlschrank pro Jahr. Seit sieben Jahren nutzt Fell sein Twilke und ist zufrieden. Mit rund 16.000 Euro seien zwar die Anschaffungskosten relativ hoch, dafür sei das Gerät alltagstauglich und sehr günstig zu betreiben., sagte Fell. Eine Batterieladung reicht für etwa 60 bis 80 Kilometer.

Viel Zeit hatte der Bundestagsabgeordnete allerdings nicht dabei. Er musste weiter zu einem weiteren Wahlkampftermin nach Ansbach. Seit Montag ist der Hammelburger unterwegs und hat seitdem im nordbayrischen Raum rund 500 Kilometer zurückgelegt. Rund 1.000 Kilometer werden es insgesamt werden, bis er in seinen Wohnort zurückkommt.

In Weißenburg hat sein Solarmobil, dass immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 80 Kilometer pro Stunde schafft und für die Autobahn zugelassen ist, aufgeladen. Die Zeit nutzte Fell, um sich im Limesbad umzusehen. Im Anschlus zeigte er sich voll des Lobes über die „beeindruckende Pionierarbeit der Stadtwerke“. Zum einen wird das Wasser in den Becken des Freizeitbades über Sonnenkollektoren erhitzt, zum anderen haben die Stadtwerke ein Blockheizkraftwerk errichtet, das mit Pflanzenöl betrieben wird und bei Bedarf zusätzlich Wärme und Strom liefern kann. Für Fell ist dies ein herausragendes Beispiel dafür, dass man es besser machen kann, als es uns die großen Konzerne oft vormachen.

Fell ist überzeugt, dass im Bereich der erneuerbaren Energien bedingt durch die Gesetzesänderung über 100.000 neue Jobs entstanden sind. Das sei ein gewaltiger Schub. Vor drei Jahren hätten in diesem Bereich nur 30.000 Menschen Arbeit gefunden. Andere Länder, wie Frankreich oder England würden, nun nachziehen, weil auch sie sich von der zentralen Stromversorgung aus Atom- und Kohlekraftwerken zunehmend verabschieden wollten. Hier seien deutsche Firmen nun im Vorteil und können exportieren.

Blickfang: Wenn Hans-Josef Fell mit seinem Solarmobil auftaucht, zieht er immer neugierige Blicke auf sich. In Weißenburg haben ihn  Bezirkstagskandidatin Birgit Raab (li.) und Landtagskandidatin Renate Peiffer (re.) in Empfang genommen.  Foto: Maurer