Erfolg für GRÜNE im Bezirkstag

 

(Ansbach 19.12.2004) In der Haushaltssitzung des mittelfränkischen Bezirkstags am 16.12.2004 wurde einstimmig folgender Antrag von Bündnis 90/DIE GRÜNEN angenommen: Bei künftigen Ausschreibungen für den Neubau von Gebäuden bezirkseigener Einrichtungen und auch bei umfassenden Gebäudesanierungen werden neben den Kosten für die Errichtung bzw. Sanierung der Gebäude auch die voraussichtlichen Betriebskosten (Energiekosten) der folgenden 20 Jahre miteinbezogen.

Bezirksrätin Birgit Raab: "Nun kann fair gerechnet werden. Oft schneiden beim Vergleich der Anfangsinvestition stark energiesparende Neu- und Umbauten schlechter ab als energieverschwendende Bauten. Mit Einbeziehung der Folgekosten von 20 Jahren ergibt sich nun ein anderes Bild. Dann sind nämlich Niedrigenergiehäuser die Sieger. Denn die Energiekosten werden eher steigen als fallen."

In Süddeutschland werden heute bereits mehr und mehr Wohn- und Geschäftshäuser gebaut, die den geforderten Energiestandard nach Energieeinsparverordnung um bis zu 75% unterschreiten. Die Besitzer errechnen, dass sich ihre Mehraufwendungen (5 bis 10 % der Bausumme) durch die geringeren Energiekosten, selbst bei theoretisch gleichbleibenden Energiepreisen in einem überschaubaren Zeitraum amortisieren.

Bei großen Gebäuden wie Schulen, Krankenhäusern und Verwaltungsgebäuden gibt es bereits Beispiele die ohne Mehrkosten bei niedrigstem Energieverbrauch verwirklicht wurden. So z.B. das Bürogebäude ENERGON in Ulm oder die Montessori Schule in Erding. Durch die kontinuierliche Frischluftzufuhr ist bei diesen Gebäuden außerdem ein deutlicher Komfortgewinn zu verzeichnen.

Die Bezirkstagsgruppe Bündnis 90/DIE GRÜNEN begrüßt es, dass den Bürgern und Bürgerinnen im Bezirk Mittelfranken künftig vermeidbare Kosten erspart werden.